Der Diebstahl von Elektrofahrrädern verursacht in Mecklenburg-Vorpommern Schäden in Millionenhöhe. Die Polizei registriert erneut zahlreiche Taten. Besonders stark betroffen ist die Insel Usedom. Die aktuellen Zahlen zeigen eine anhaltend hohe Belastung für Eigentümer und Ermittlungsbehörden, ähnlich wie bei anderen sicherheitsrelevanten Entwicklungen auf der Insel, mehr hier.
Inhaltsverzeichnis:
- Zahlen des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern
- Usedom als Schwerpunkt der Taten
- Erfassung und Bewertungsgrundlagen
- Empfehlungen der Polizei zur Sicherung
Zahlen des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern
Nach vorläufigen Angaben des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern wurden 2025 bis Ende November rund 760 Fälle von E-Bike-Diebstahl oder versuchtem Diebstahl erfasst. Im gleichen Zeitraum 2024 lag die Zahl bei etwa 750 Vorgängen. Damit bleibt das Niveau hoch. Die Statistik umfasst einzelne und mehrere entwendete Fahrzeuge pro Tat.
Die Schadenssumme belief sich 2025 auf mehr als 2,3 Millionen Euro. Für 2024 meldet das Landeskriminalamt einen Wert von über 2,5 Millionen Euro. Berücksichtigt werden Schäden ab 300 Euro. Auch Pedelecs sind eingeschlossen. Werden weitere Gegenstände gestohlen, fließen diese Werte mit ein. Vergleichbare Entwicklungen zeigen sich auch bei anderen Delikten in der Region, siehe hier.
Usedom als Schwerpunkt der Taten
Die Insel Usedom gilt weiterhin als Hotspot für E-Bike-Diebstähle. Bis Ende November 2025 wurden dort mehr als 140 Delikte angezeigt. Der Gesamtschaden summierte sich in diesem Zeitraum auf etwa 674.000 Euro. Die Angaben beziehen sich auf polizeiliche Eingangsstatistiken und können sich noch verändern.
Die Orte Heringsdorf und Rampe zählen zu den gemeldeten Tatorten. Ferienzeiten erhöhen die Zahl abgestellter Räder. Das steigert die Gelegenheiten für Täter. Besonders betroffen sind hochpreisige Modelle, was auch im Zusammenhang mit dem starken Besucheraufkommen steht, mehr dazu.
Erfassung und Bewertungsgrundlagen
Die Statistik basiert auf polizeilichen Vorgängen. Jeder Eintrag wird einzeln erfasst. Je nach Sachverhalt kann es um mehrere Elektrofahrräder gehen. Auch versuchte Taten werden gezählt. Die Bewertung erfolgt fortlaufend.
- Mindestschaden von 300 Euro
- Einbezug von E-Bikes und Pedelecs
- Addition weiterer entwendeter Gegenstände
Diese Methodik erklärt die hohen Gesamtsummen trotz unterschiedlicher Einzelfälle.
Empfehlungen der Polizei zur Sicherung
Angesichts des hohen Wertes rät die Polizei zur Nutzung mehrerer stabiler Schlösser. Rahmen sowie Vorder- und Hinterrad sollten gesichert werden. Die Befestigung an festen Objekten ist entscheidend. Für Akkus und Zubehör wird zusätzlicher Schutz empfohlen.
- Kombination aus Bügel- und Kettenschloss
- Fixierung an fest verankerten Gegenständen
- Einsatz von GPS-Ortungssystemen mit Alarmfunktion
Solche Maßnahmen können Diebstähle erschweren und die Aufklärung unterstützen.
Quelle: OSTSEE ZEITUNG, SN2 WORLD
FAQ
Wie viele E-Bike-Diebstähle wurden 2025 in Mecklenburg-Vorpommern registriert?
Bis Ende November 2025 registrierte das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern rund 760 Fälle von E-Bike-Diebstahl oder versuchtem Diebstahl.
Wie hoch war der finanzielle Schaden durch E-Bike-Diebstähle?
Die Schadenssumme belief sich 2025 auf mehr als 2,3 Millionen Euro. Im Jahr 2024 lag sie bei über 2,5 Millionen Euro.
Warum gilt Usedom als Schwerpunkt bei E-Bike-Diebstählen?
Usedom verzeichnete bis Ende November 2025 mehr als 140 angezeigte Diebstähle. Der Gesamtschaden lag bei etwa 674.000 Euro, begünstigt durch hohes Touristenaufkommen.
Welche Fahrzeuge werden in der Statistik erfasst?
Erfasst werden E-Bikes und Pedelecs mit einer Schadenssumme ab 300 Euro, einschließlich versuchter Diebstähle und Fälle mit mehreren entwendeten Fahrrädern.
Welche Maßnahmen empfiehlt die Polizei zum Schutz von E-Bikes?
Die Polizei rät zur Nutzung mehrerer stabiler Schlösser, zur Sicherung von Rahmen sowie Vorder- und Hinterrad und zum Einsatz von GPS-Ortungssystemen mit Alarmfunktion.