Der flexible Rufbus „Ilse“ ist seit Anfang Januar auf der Insel Usedom im Einsatz. Die ersten Zahlen liegen vor. Sie zeigen eine hohe Nachfrage, vor allem im Süden der Insel. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald bewertet den Auftakt als gelungen. Im Januar nutzten 253 Fahrgäste das neue On-Demand-Angebot. Zwei Drittel der Buchungen erfolgten digital. Bereits nach 26 Betriebstagen zieht das Unternehmen eine positive Bilanz. Die Daten belegen eine stabile Nutzung und ein wachsendes Interesse an flexiblen Mobilitätsformen im ländlichen Raum. Hintergründe zum flexiblen Nahverkehr auf Usedom zeigen, dass solche Modelle bereits zuvor diskutiert wurden.
Inhaltsverzeichnis
- Dirk Zabel und Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald
- Insel Usedom und regionale Nachfrage
- Ilse-App und digitale Buchungen
- Michael Sack und Landkreis Vorpommern-Greifswald
Dirk Zabel und Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald
Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald meldete für Januar 293 Fahrtanmeldungen. Daraus entstanden 221 tatsächlich durchgeführte Touren. Das entspricht einer Umsetzungsquote von rund 75 Prozent.
VVG-Geschäftsführer Dirk Zabel erklärte, dass das Angebot gut angenommen werde und man mit weiter steigenden Fahrgastzahlen rechne. Erste Stammkunden hätten sich bereits entwickelt. Sie nutzten die neue Flexibilität regelmäßig im Alltag.
Seit dem 5. Januar ergänzt „Ilse“ den Linienverkehr auf Usedom von Montag bis Sonnabend. Der Rufbus fährt nur auf Bestellung. Ziel ist es, dünn besiedelte Ortsteile besser anzubinden und außerhalb der Hauptsaison Versorgungslücken zu schließen.
- Start am 5. Januar
- Betrieb an 26 Tagen im Januar
- 8,5 Fahrten pro Betriebstag im Durchschnitt
- Bis zu 8 Fahrgäste pro Tour
- Barrierefreies Fahrzeug
Insel Usedom und regionale Nachfrage
Usedom zeigte deutliche regionale Unterschiede bei der Nachfrage. Besonders stark war das Interesse im Süden. Dort wurden 180 Anmeldungen registriert. Daraus resultierten 137 Fahrten mit 152 Fahrgästen.
Im Norden der Insel gingen 113 Anmeldungen ein. Diese führten zu 84 Fahrten mit 101 beförderten Personen. Der Schwerpunkt lag somit klar im Süden Usedoms.
Die durchschnittliche Auslastung lag bei mehreren Fahrgästen pro Fahrt. Das Konzept ermöglicht es zudem, zusätzliche Haltestellen entlang der Strecke flexibel einzubinden. So werden mehrere Orte mit einer Tour verbunden. Entwicklungen im Tourismusumfeld der Region werden auch unter Usedom von der Sommerinsel zur Ganzjahresdestination beleuchtet.
Ilse-App und digitale Buchungen
Auffällig ist der hohe Anteil digitaler Reservierungen. Von 293 Anmeldungen erfolgten 192 über die „Ilse“-App. Das entspricht rund 66 Prozent. 95 Buchungen gingen telefonisch ein. Das Internetportal spielte mit 6 Reservierungen eine untergeordnete Rolle.
- App-Buchungen 192
- Telefonische Bestellungen 95
- Online-Portal 6
Rund zwei Drittel aller Fahrten wurden per App gebucht. Für die VVG ist das ein deutliches Signal, dass appbasierte Mobilitätsangebote auch in einer touristisch geprägten und ländlichen Region funktionieren. Digitale Entwicklungen im Reisebereich werden unter mehr hier näher beschrieben. Weitere Informationen zur Region bietet die offizielle Seite von Usedom Tourismus.
Michael Sack und Landkreis Vorpommern-Greifswald
Michael Sack verfolgt mit dem Projekt ein langfristiges Ziel. Perspektivisch soll ein flächendeckendes Rufbusangebot im gesamten Landkreis etabliert werden.
Nach Angaben der VVG sind aktuell rund 55 Prozent des Landkreises erschlossen. Das Projekt soll den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen und bestehende Lücken schließen. Die ersten Zahlen aus Januar gelten als Grundlage für die weitere Ausweitung.
FAQ
Seit wann ist der Rufbus „Ilse“ auf Usedom im Einsatz?
Der Rufbus „Ilse“ ergänzt seit dem 5. Januar den Linienverkehr auf der Insel Usedom von Montag bis Sonnabend.
Wie viele Fahrgäste nutzten das Angebot im Januar?
Im Januar nutzten 253 Fahrgäste das flexible On-Demand-Angebot der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald.
Wie viele Fahrtanmeldungen und Touren wurden registriert?
An 26 Betriebstagen gingen 293 Fahrtanmeldungen ein, aus denen 221 tatsächlich durchgeführte Touren resultierten.
Wo war die Nachfrage auf Usedom besonders hoch?
Besonders stark war die Nachfrage im Süden Usedoms mit 180 Anmeldungen, 137 Fahrten und 152 Fahrgästen.
Wie werden die meisten Fahrten gebucht?
Rund zwei Drittel aller Fahrten, konkret 192 von 293 Anmeldungen, wurden über die „Ilse“-App gebucht. 95 Buchungen erfolgten telefonisch und 6 über das Internetportal.
Wie viele Fahrgäste können pro Fahrt mitgenommen werden?
Pro Fahrt können bis zu 8 Fahrgäste befördert werden. Das eingesetzte Fahrzeug ist barrierefrei und kann zusätzliche Haltestellen entlang der Strecke bedienen.
Welches Ziel verfolgt der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit dem Projekt?
Langfristig soll ein flächendeckendes Rufbusangebot im gesamten Landkreis etabliert werden. Aktuell sind bereits rund 55 Prozent des Landkreises erschlossen.
Quelle: OSTSEE ZEITUNG