In Vorpommern sind in den vergangenen Tagen mehrere Menschen Opfer von Betrug geworden. Die Polizei meldet Schäden in Höhe von über 80.000 Euro. Betroffen sind Autokäufe im Internet, fingierte Zahlungen an bekannte Firmen, manipulierte Bankgeschäfte und Geschäfte mit Krypto-Währungen. Die Täter gingen mit unterschiedlichen Methoden vor und nutzten dabei Online-Plattformen, soziale Netzwerke und Telefonanrufe.
Inhaltsverzeichnis:
- Falscher BMW in Greifswald
- Konto-Hack in Wolgast
- Krypto-Betrug in Stralsund
- Ermittlungen der Polizei
Falscher BMW in Greifswald
Ein 19-Jähriger aus dem Umland von Greifswald kaufte über eine Internetplattform ein Auto. Für den BMW überwies er 7.800 Euro an ein angebliches Transportunternehmen. Die Lieferung blieb aus, der Händler verschwand. Am Montag meldete sich zudem ein Geschäftsführer eines Automobilhandels in Wolgast. Er überwies 25.000 Euro als Anzahlung für drei Fahrzeuge, die ihm per E-Mail im Namen einer bekannten Autovermietung angeboten wurden. Erst als eine Restzahlung gefordert wurde, schöpfte er Verdacht. Die echte Autovermietung bestätigte später den Betrug.
Auch ein Ehepaar aus dem Umland von Stralsund wurde betrogen. Sie kauften online bei einem vermeintlichen Mercedes-Händler ein Fahrzeug für rund 30.000 Euro. Nach der Überweisung war weder das Auto noch der Anbieter auffindbar.
Übersicht der Auto-Fälle
- 19-Jähriger aus Greifswald: 7.800 Euro
- Geschäftsführer in Wolgast: 25.000 Euro
- Ehepaar bei Stralsund: 30.000 Euro
Insgesamt verloren die Opfer bei den Autogeschäften mehr als 60.000 Euro.
Konto-Hack in Wolgast
Eine 37-jährige Frau aus Wolgast erhielt am Samstag einen Anruf von angeblichen Mitarbeitern ihrer Hausbank. Sie wurde unter Druck gesetzt, weil ihr Konto angeblich gehackt worden sei. Die Betrüger forderten TANs und erbeuteten so 1.100 Euro. Erst nach dem Verlust wandte sie sich an die Polizei.
Krypto-Betrug in Stralsund
Eine 34-jährige Frau aus Stralsund reagierte auf ein Angebot in einem sozialen Netzwerk. Zunächst erhielt sie kleine Provisionen durch das Ansehen von Videos. Danach überwies sie 25.000 Euro, um mit Krypto-Währungen zu handeln. Das Geld verschwand, eine Rückzahlung gab es nicht.
Ermittlungen der Polizei
Die Kriminalpolizei hat in allen Fällen Verfahren eingeleitet. Polizeisprecherin Juliane Boutalha erklärte, dass Betrüger häufig als Bank, Polizei oder bekannte Firmen auftreten. Sie nutzen Telefon, E-Mail und soziale Netzwerke, um an Daten oder Geld zu kommen.
Ratschläge der Polizei
- Keine persönlichen Daten, Passwörter oder TANs weitergeben
- Keine Zahlungen ohne Prüfung der Echtheit tätigen
- E-Mail-Absender genau kontrollieren
- Verdächtige Anrufe sofort beenden
- Bei Unsicherheit direkt bei Bank oder Behörde zurückrufen
- Im Verdachtsfall sofort die Polizei informieren
Die Polizei betont, dass Täter gezielt mit Zeitdruck und Unsicherheit arbeiten. Opfer sollen deshalb Ruhe bewahren, nachprüfen und im Zweifel lieber einmal zu viel fragen.
Quelle: Nordkurier