Seit Anfang August gelten in Polen neue Regeln im Straßenverkehr. Die Strafen wurden stark angehoben und treffen Autofahrer härter als zuvor. Der Fahrlehrer Alfons Bärwald aus Liepgarten informiert über die wichtigsten Änderungen und erklärt, welche Folgen auch für deutsche Autofahrer drohen.
Inhaltsverzeichnis:
- Alfons Bärwald warnt vor hohen Strafen
- Illegale Rennen und schwere Verstöße
- Fotografierverbot an Unfallstellen
- Lebenslanges Fahrverbot in Polen
- Verkehrstote in Mecklenburg-Vorpommern
- Termine in Mönkebude, Pasewalk und Jatznick
Alfons Bärwald warnt vor hohen Strafen
Die Änderungen betreffen vor allem Geschwindigkeitsüberschreitungen. Wer bis zu 30 km/h zu schnell fährt, zahlt 93 Euro. Ab 31 km/h sind es 180 Euro. Besonders teuer wird es, wenn innerorts oder außerorts das Limit um 50 km/h überschritten wird. Dann fallen 5000 Zloty, also rund 1170 Euro, an. Zusätzlich wird der Führerschein für drei Monate entzogen.
Die Strafen im Überblick:
- Bis 30 km/h zu schnell – 93 Euro
- Ab 31 km/h zu schnell – 180 Euro
- 50 km/h zu schnell – 1170 Euro plus Führerscheinentzug
Wer trotz Fahrverbot fährt, riskiert in Polen ein lebenslanges Verbot.
Illegale Rennen und schwere Verstöße
Noch drastischer sind die Strafen bei riskanten Fahrweisen. Illegale Autorennen, grobe Verstöße und Überschreitungen von mehr als 50 Prozent auf Schnellstraßen oder 100 Prozent auf Landstraßen können Freiheitsstrafen nach sich ziehen.
- Gefährdung anderer: bis zu 5 Jahre Haft
- Unfälle mit Todesfolge: bis zu 10 Jahre Haft
- Geldstrafen vor Gericht: bis zu 30.000 Zloty, rund 7000 Euro
Bei schweren Fällen wird der Führerschein eingezogen und über die deutsche Botschaft zurückgegeben.
Fotografierverbot an Unfallstellen
Ein weiterer Punkt betrifft die Sicherheit von Rettungskräften. Seit August gilt ein striktes Fotografierverbot an Unfallorten. Wer dagegen verstößt, muss mit 4600 Euro Strafe und Arrest von 5 bis 30 Tagen rechnen. Außerdem kann die Kamera eingezogen werden.
Diese Maßnahme soll verhindern, dass Rettungskräfte behindert werden und Opfer geschützt bleiben.
Lebenslanges Fahrverbot in Polen
Alle Bußgelder, die in Polen verhängt werden, können auch in Deutschland vollstreckt werden. Deutsche Autofahrer riskieren sogar ein lebenslanges Fahrverbot auf polnischem Gebiet. Punkte in der polnischen Verkehrssünderdatei gelten zwar nicht in Deutschland, doch ab 24 Punkten ist die Fahrerlaubnis in Polen weg.
Bärwald erklärt, dass solche Fahrerlaubnisentzüge an die deutsche Botschaft übergeben werden. Besonders gefährdet sind Wiederholungstäter, die regelmäßig im Nachbarland unterwegs sind.
Verkehrstote in Mecklenburg-Vorpommern
Die Verschärfung hat einen klaren Hintergrund. In Polen ist die Zahl der Verkehrstoten noch immer hoch. Die Behörden wollen mit harten Strafen vor allem Raser und rücksichtslose Autofahrer treffen.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Handlungsbedarf. Im ersten Halbjahr 2025 starben dort bereits 46 Menschen im Straßenverkehr, sieben mehr als im Vorjahr. Für Alfons Bärwald ist Polen ein Beispiel, dem Deutschland folgen sollte.
Termine in Mönkebude, Pasewalk und Jatznick
Alfons Bärwald bietet Informationsveranstaltungen an. Die Termine lauten:
| Ort | Datum | Uhrzeit | Adresse |
|---|---|---|---|
| Mönkebude | 16. September | 14:30 | Haus des Gastes |
| Pasewalk | 18. September | 10:00 | DRK-Begegnungsstätte, Prenzlauer Straße 30 |
| Jatznick | 24. September | 14:00 | Seniorentreffpunkt, Ackerstraße 5 |
Bei diesen Veranstaltungen erklärt der Fahrlehrer die Neuerungen im polnischen Bußgeldkatalog.
Quelle: Nordkurier