Die Bundestagswahl 2025 brachte in Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ein deutliches Ergebnis. Mit 57,6 Prozent der Zweitstimmen erreichte die AfD den höchsten Stimmenanteil. Damit liegt die Partei weit vor der CDU, die 13,4 Prozent erzielte. Weitere Parteien folgen mit deutlichem Abstand: Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erhielt 8,9 Prozent, die SPD kam auf 7,3 Prozent und die Linke erreichte 6,6 Prozent.
Inhaltsverzeichnis:
- AfD mit starkem Zugewinn, SPD mit größten Verlusten
- CDU auf Platz zwei mit deutlichem Abstand
- Wahlrechtsreform beeinflusst Bundestagsmandate
AfD mit starkem Zugewinn, SPD mit größten Verlusten
Verglichen mit der Bundestagswahl 2021 konnte die AfD in Usedom ihr Ergebnis um 22,5 Prozentpunkte steigern. Damit verbucht die Partei einen erheblichen Zuwachs. Im Gegensatz dazu musste die SPD die größten Verluste hinnehmen. Sie verlor 11,2 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl.
Die Wahlbeteiligung in Usedom lag bei 45 Prozent. Von den 1.496 Wahlberechtigten haben also weniger als die Hälfte ihre Stimme abgegeben. Briefwahlstimmen wurden auf Gemeindeebene nicht gesondert ausgewertet, sondern nur auf Amtsebene einbezogen. Diese Zahlen basieren daher ausschließlich auf den ausgezählten Urnenstimmen.
CDU auf Platz zwei mit deutlichem Abstand
Trotz der Niederlage konnte sich die CDU den zweiten Platz in Usedom sichern. Mit 13,4 Prozent blieb ihr Stimmenanteil allerdings weit hinter dem der AfD zurück. Auch das BSW konnte sich mit 8,9 Prozent noch vor der SPD positionieren. Die Sozialdemokraten, die bei früheren Wahlen bessere Ergebnisse erzielten, mussten sich mit 7,3 Prozent zufriedengeben. Die Linke blieb mit 6,6 Prozent ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.
Wahlrechtsreform beeinflusst Bundestagsmandate
Das Wahlergebnis aus Usedom fließt in das Gesamtresultat des Bundestagswahlkreises Mecklenburgische Seenplatte I - Vorpommern-Greifswald II ein. Doch nicht automatisch ziehen alle siegreichen Direktkandidaten in den Bundestag ein. Aufgrund der Wahlrechtsreform entscheidet der Zweitstimmenanteil über die Sitzverteilung. Falls eine Partei weniger Sitze erhält als Direktmandate gewonnen wurden, ziehen Kandidaten mit den wenigsten Erststimmen nicht ins Parlament ein.
Die Ergebnisse basieren auf den vorläufigen Angaben der Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern.
Quelle: ndr.de